Foscarnet (Foscavir)

Achtung: die Dosierung basiert auf der Kreatininclearance (Cockroft-Gault) gewichtsadaptiert

Gewichts-korrigierte CrCl (ml/min/kg)
 >1.41.0-1.408-1.00.6-080.5-0.60.4-0.5<0.4HD

Induktion

(CMV)

90mg/kg 12h70mg/kg 12h50mg/kg 12h80mg/kg 24h60mg/kg 24h50mg/kg 24hnicht indiziert60mg/kg n HD

Erhaltung

(CMV)

90-120mg/kg 24h70-90mg/kg 24h50-65mg/kg 24h80-105mg/kg 48h60-80mg/kg 48h50-65mg/kg 48hnicht indiziert40-60mg/kg n HD
Behandlung resistenter Herpes simplex40mg/kg 8h30mg/kg 8h20mg/kg 8h

25mg/kg 12h

20mg/kg 12h15mg/kg 12hnicht indiziert 

WICHTIGE INFO bei Verabreichung von Foscarnet:

  • Infusionsgeschwindigkeit: Foscarnet sollte über 2h infundiert werden, da bei schnellerer Apllikation symptomatische Hypocalciämien beschrieben sind
  • Applikation: wenn möglich über einen zentralvenösen Katheter, falls peripher gegeben muss die Läsung bis zu <12mg/ml verdünnt werden
  • Hydrierung: eine gute Hydrierung ist essentiell, damit die Nephrotoxizität möglichst gering gehalten wird. Vor der ersten Dosis sollen 1000ml NaCl über eine Stunde infundeirt werden, danach sollten 500-1000ml NaCl entweder vor oder mit Foscarnet appliziert werden. ( falls Patinet überhydriert, sollte die Flüssigekti etwas reduziert werdne, aber nicht ganz weggelassen werden.

Monitorisierung unter Foscarnet:

  • Nierenfunktion: initial sollte das Kreatinin täglich kontrolliert werden, und die Dosierung sollte angepasst werden. Bei ambulanten Patienten mindestens 2 mal wöchentlich. Bei Anstieg sollte vor der nächsten Dosierung dann das Kreatinin nochmal kontrolliert werden und die nächste Dosis dann angepasst werden.
  • Elektrolyte: während Foscarnet Therapie kommt es häufig zu Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphat Depletion. Diese Elektorlyte sollten deshalb 2-3 mal pro Woche während der Induktionsphase kontrolliert werden. ( Während der Erhaltungsphase 1-2 mal pro Woche)
  • Blutbild: einmal wöchentlich

Begleitende Massnahmen: neben der Elektrolyt Substitution sollte bei Patienten, die Nausea bei Foscarnet Infusion haben, eine Prämedikation mit anti-Emetika gegeben werden. Patienten sollten auf gute Hygiene v.a. im Intimberiech achten, da unter Foscarnet auch Ulcerationen im Genitalbereich beschrieben sind.