Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung (CJD)

Meldung CJD-Verdachtsfälle

  • KSSG: Spitalhygiene 071 494 22 99 oder infektiologischer Konsiliardienst 071 494 11 22
  • STGAG: Spitalhygiene 052 723 73 87 oder infektiologischer Konsiliardienst 071 686 21 72 (Nachts und an Wochendenden Dienstarzt Medizin)

Übertragung

Im medizinischen Bereich erfolgt eine Übertragung von CJD nur über chirurgische Instrumente und Transplantate, die mit Prionen behaftet sind.

Massnahmen im Spital

Hospitalisation

Es gelten die Standardmassnahmen

  • Im alltäglichen Umgang mit CJD-Patienten besteht kein Risiko einer Ansteckung
  • Soziale Kontakte sowie nicht -invasive klinische Untersuchungen stellen keine Gefahr für die Übertragung dar

Eingriffe/Interventionen/Untersuchungen

Abhängig vom Typ der CJD und vom Eingriff/der Intervention entscheidet die Spitalhygiene zusammen mit dem involvierten Bereich über allfällig notwendige Massnahmen (Abklärungen, Notwendigkeit Eingriff, Einweginstrumente, Quarantäne der Instrumente, usw.) vor, während und nach der Durchführung des Eingriffes.

Bei Patienten mit (Verdacht auf) CJD hängt die Durchführung zusätzlicher Massnahmen vom Typ der CJD und vom anatomischen Ort des chirurgischen Eingriffs ab.

  • Alle CJD-Typen: Alle Eingriffe am zentralen Nervensystem, inkl. Rückenmark
  • vCJD: Alle Eingriffe am lymphatischen Gewebe

Bei oben erwähnten Eingriffen sind folgende Massnahmen durchzuführen:

Zeitpunkt der Diagnose

Massnahmen

Präoperativ/vor Intervention Verdachtsdiagnose
  • Indikation Eingriff überprüfen
  • Falls Eingriff/Intervention
    • Quarantäne des Instrumentariums vor Ort, bis definitives Resultat vorhanden oder Ausschluss des Verdachts durch Bestätigung einer anderen Diagnose
    • Bei Bestätigung der Diagnose oder bei hoher Wahrscheinlichkeit und def. Diagnosestellung nicht möglich Vernichtung des Instrumentariums
Postoperativ/nach Intervention Verdachtsdiagnose
  • Nachträgliche Quarantäne der bereits aufbereiteten und in Umlauf gebrachten Instrumente
  • Bei Bestätigung der Diagnose oder bei hoher Wahrscheinlichkeit und def. Diagnosestellung nicht möglich Vernichtung des Instrumentariums
  • Benutzte Reinigungs-, Desinfektionsgeräte können sowohl bei Ausschluss als auch bei Bestätigung der Diagnose regulär weiterbenutzt werden
Präoperativ/vor Intervention bestätigte oder hohe Wahrscheinlichkeit der Diagnose
  • Vernichtung aller Instrumente im Anschluss an den Eingriff

 

Alle CJD-Typen

  • Reguläre Aufbereitung

Biopsien

Non-variant CJD (sporadisch, familiär)

  • Reguläre Aufbereitung

(Verdacht auf) vCJD

Zeitpunkt der Diagnose

Massnahmen

Präinterventionelle Verdachtsdiagnose
  • Indikation Untersuchung überprüfen
  • Falls Untersuchung
    • Quarantäne des Endoskops vor Ort, bis definitives Resultat vorhanden oder Ausschluss des Verdachts durch Bestätigung einer anderen Diagnose
    • Bei Bestätigung der Diagnose oder bei hoher Wahrscheinlichkeit und def. Diagnosestellung nicht möglich Vernichtung des Endoskops
Postinterventionelle Verdachtsdiagnose
  • Nachträgliche Quarantäne des bereits aufbereiteten und in Umlauf gebrachten Endoskops
  • Bei Bestätigung der Diagnose oder bei hoher Wahrscheinlichkeit und def. Diagnosestellung nicht möglich Vernichtung des Endoskops
  • Benutzte Reinigungs-, Desinfektionsgeräte können sowohl bei Ausschluss als auch bei Bestätigung der Diagnose regulär weiterbenutzt werden

Präinterventionell bestätigte oder hohe Wahrscheinlichkeit der Diagnose

 

  • Vernichtung des Endoskops im Anschluss an die Untersuchung