Protektion Antiinfektiva (Restriktion)

Zur Reduktion der Resitenzentwicklung und Senkung der Arzneimittelkosten soll der Verbrauch von Reserveantibiotika und Antimykotika, sowie von neuen und oft teuren, nicht indizierten Antibiotika/Antimykotika eingeschränkt werden. Gemäss Beschluss der Geschäftsleitung sollen die folgenden Antibiotika/Antimykotika nur noch nach Rücksprache mit dem infektiologischen Konsiliardienst (Tel.1122) abgegeben werden.

Eigentlich handelt es sich um eine Protektion der Antiinfektiva, denn je weniger wir sie verwenden, desto länger bleiben sie uns erhalten!

Verordnung nur nach Rücksprache mit Infektiologischem Konsiliardienst (Tel.1122)

Dienstarzt Infektiologie stellt die definitive Indikation zur Vancocin-Verordnung, und informiert

  • zur normalen Arbeitszeit die Apotheke mittels Fax-Formular
  • nachts und am Wochenende die ZNA telefonisch über die Pflegedienstleitung Tel.3610 ( in der ZNA sind 16 Amp. à 1g Vancocin für Notfälle gelagert.

 

Targocid braucht immer eine Indikationisstellung von der Infektiologie (Tel 1122)

Dienstarzt Infektiologie gibt Targocid via FAx-Formular in der Apotheke frei.

Eine Abgabe nachts und an Wochenenden ist nicht vorgesehen

Neue antimikrobielle Substanzen unterstehen grundsätzlich der Antibiotika-REstriktion.

Eine Verordnung und Abgabe erfolgt nur über Dienstarzt Infektiologie mittels Freigabe über FAX-Formular an Apotheke.

neuere Chinolone haben nur in gewählten Indikationen ihren Stellenplatz und sollten ebenfalls restriktiv verordnet werden, deshalb auch hier nur in Rücksprache mit Dienstarzt Infektiologie.

Freigabe mit FAX Formular an Apotheke durch Dienstarzt Infektiologie

Auf der ZNA werden Tavanic und Avalox für Notfälle gelagert, auch hier erfolgt die Freigabe mittels Telefon vom DA Infektiologie an die Pflegeleitung ZNA Tel 3610

Ausserhalb der Intensivstationbesteht sehr selten die Indikation für Ciproxin i.v, da die Bioverfügbarkeit sehr hoch ist.

Auf den Intensivstationen kann Ciproxin iv. ohne infektiologischen Konsiliardienst verordnet werden, auf den Stationen nur mit Indikation über Dienstarzt Infektiologie.

Die antifungalen Medikamente sind alle sehr teuer, und die Indikationsstellung erfolgt immer durch den Dienstarzt Infektiologie.

Voriconazol, Liposomales Amphotericin B, Caspofungin, Anidulafungin, Posaconazol