Nematoden (Spul- Maden- und Peitschenwürmer)

Madenwurm (Enterobius)

  • ausgeprägter analer Pruritus, v.a. nachts

Peitschenwurm (Trichuriasis)

  • häufig asymptomatisch
  • breiiger Stuhlgang, Colitis, abdominales Unwohlsein
  • Eosinophilie bei ca. 15%

Spulwurm (Ascaris)

  • häufig asymptomatisch
  • gelegentliches abdominales Unwohlsein
  • selten mal intestinale Obstruktion durch Aggregation von Spulwürmern
  • hepatobiliäre oder pankreatische Symptome falls ein Wurm in die Gallengänge kommt
  • gelegentlich Loeffler's Syndrom bei passage durch Lunge ca 1-2 Wochen nach Infestation mit den Wurmeiern

 

 

Madenwurm (Enterobius vermicularis, früher Oxyuren, Oxyuriasis)

  • Direktnachweis durch Klebestreifen perianal und Betrachtung unter Mikroskop
  • Stuhluntersuchung bringt hier nichts, da oftmals eben Eier nicht im Stuhl
  • Vorkommen: überall

Peitschenwurm (Trichuriasis)

  • Stuhluntersuch auf Wurmeier
  • Vorkommen: vor allem in den Tropen

Spulwurm (Ascaris lumbricoides)

  • gelegentlich wird der Wurm im Stuhl gesehen (10-30 cm lang)
  • Stuhl auf Wurmeier
  • Eosinophilie bei Lungenpassage

 

 

 

Enterobius:

  • Mebendazol 100mg Einmaldosis, und Wiederholung in 2 Wochen
  • Alternativ: Albendazol 400mg Einmaldosis und Wiederholung in 2 Wochen
  • Reinfektion häufig, deshalb gute Hygiene, häufiges Händewachsen, Bettwäsche und Kleider wechseln, Fingernägel schneiden (Selbstinokulation). Allenfalls bei Familie mit Kleinkindern: ganze Familie behandeln (Reinfektion)

Trichuriasis:

  • Mebendazol 2 x 100 mg für 3 Tage
  • Albendazol 1 x 400 mg für 3 Tage

Ascaris

  • Mebendazol 2 x 100 mg für 3 Tage
  • Albendazol 1 x 400 mg für 3 Tage